ich habe mal kurz in die Studie hinein geschaut.
Es ist ein billiges PR-Pamphlet im Auftrag der Mobilfunkbetreiber:
Finanziert von der Swisscom, das sagt eigentlich schon alles.
Unterstützt von der EMPA, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt ist eine schweizerische Forschungsinstitution für anwendungsorientierte Materialwissenschaften und Technologie.
Diese betreibt - wie man das von einer Schweizer Behörde erwarten kann, eine Tochter des WEF: Das World Resources Forum in Davos wird von ihr organisiert (Quelle Seite 23 der Broschüre anbei). Als "Umweltschützer" rechtfertigen sie das Quecksilber in den Energiesparlampen (an denen schon Menschen schwer erkrankt sind, wenn die Lampe im Betrieb zerschlagen wird), weil Kohlekraftwerke mehr Quecksilber verbreiten würden! So auf S. 7 der Broschüre, Verfasser Roland Hischier und Lorenz Hilty, die auch Verfasser der "Uni-Studie" sind.
Es ist eben keine Uni-Studie, sondern die Uni gibt nur ihren Namen her für eine Studie, die von industriebezahlten Wissenschaftlern (Schiller nannte diese Leute Brotgelehrte, heute nennt man sie respektloser Maul-Huren) geschrieben wurde.
So z.B. von Jan Bieser, "Fellow of the World Economic Forum Global Future Council on Cities of Tomorrow"
https://www.ifi.uzh.ch/en/isr/people/people/bieser.html - Da schliesst sich wieder der Kreis.
Der Grundtenor der "Studie" ist, wir ignorieren mal die gesundheitlichen Probleme von 5G und finden heraus, dass es auch eine gute Seite hat: nämlich Stromsparen und damit CO2-Sparen und das ist doch das reine Überleben.
So heisst es in der "Studie":
"Pro übertragenem Datenvolumen wird durch 2-4G-Mobilfunknetze heute Emissionen von etwa 30,3 g CO2e/GB verursacht. Für 5G-Mobilfunknetze erwarten wir im Jahr 2030 Emissionen von etwa 4,5 g CO2e/GB und somit 85% weniger als bei den heutigen Mobilfunknetzen."
Dabei wird z.B. völlig ignoriert, dass die Datenübertragung per Mobilfunk das 10-fache an Strom verschlingt, als wenn wir das Glasfasernetz ausbauen würden. Das käme auch den Telecoms langfristig zu gute, eher in die Glasfaser-Infrastruktur zu investieren, als laufend die hohen Stromkosten des Mobilfunks zu bezahlen.
Dabei werden natürlich die gängigen Statistiken und Aussichten der Swisscom, die dem völlig widersprechen ignoriert, sondern nur "exemplarisch", also völlig willkürlich 4 Anwendungsbereiche von 5G herausgegriffen:
- flexible Arbeit
- intelligentes Netz
- automatisiertes Fahren und
- Präzisionslandwirtschaft
Mit 1. sind Home-Offices gemeint, die kein Mobilfunk benötigen, sondern nur ein stabiles Internet. Gut: den Arbeitsweg zum Arbeitgeber zu sparen spart auch Energie. Am Meisten Energie sparen die Homeoffices jedoch, wenn man das Konzept zu Ende denkt und betreibt. Denn wenn man die Arbeitnehmer eh nicht mehr auf Armlänge vor sich hat, sondern gelernt hat, virtuelle Teams zu leiten, dann stellt sich sofort die Frage, warum man noch hochpreisige Schweizer Arbeitskräfte bezahlen soll, wenn die gleiche Arbeit von Leuten bewältigt werden kann, die für ein Zehntel und weniger der Lohnkosten arbeiten. Es gibt sogar eine Armee deutschsprachiger Afrikaner, die gerne Telefonhotlines zur Kundenbetreuung liefern würden.
Inder, Chinesen und Vietnamesen programmieren für 6$ pro Stunde, ähnlich auch andere Dienstleister wie Graphiker, Übersetzer u.v.a.m.
Das spart Energie und entspricht der WEF-Strategie, dass wir bald besitzlos und glücklich (?) sein werden: international nivelliert.
2. Intelligentes Netz, Smart-Homes, Smart Cities sind im Grunde Überwachungssysteme und erklären erst den Bedarf von 5G vs Glasfaser: denn wenn an jeder Ecke eine Videokamera zur Totalüberwachung (Gesichtserkennung) angebracht ist (Videokameras mit Wifi-Chip kosten schon unter 5 CHF
https://www.aliexpress.com/item/4001133770461.html) dann können die nicht sinnvoll verkabelt werden. Sie verlangen nach Funkkontakt. So auch Smart-Meter (gesetzlich bald in jedem Haushalt), oder die Abhöranlage, wie sie in SAMSUNG-TVs eingebaut sind.
3. Das automatisierte Fahren führt "automatisch" zu Car-Sharing: man braucht den Wagen nicht mehr besitze, pflegen und local parken, sondern fährt praktisch jede Strecke mit autom. Taxis, die nach Bedarf herangerufen und abgerechnet werden. Das kommt vermutlich sogar viel billiger als ein eigener Wagen, denn erstens ist der Hauptkostenfaktor des Taxis der Fahrer und zweitens sind diese Selbstfahrer rund um die Uhr zu 80% ausgelastet, statt unsere Privat-PKWs, die oft zu über 90% auf uns warten müssen. D.h. die Anschaffungskosten reduzieren sich auf 10% unserer Privat-PKWs. Nebenbei kann die Regierung uns nicht nur überwachen, sondern stellt für bestimmte Fahrten und Antragssteller erst gar keinen Wagen zur Verfügung.
Ok, da bin ich noch nicht auf das behauptete Energiesparen eingegangen. Das scheint ja auf dem ersten Blick der Fall zu sein. Jedoch auf dem 2. Blick gar nicht mehr: Denn wenn dieses Car-Sharing so praktisch und kostengünstig ist: wer wird dann noch den öffentlichen Nahverkehr in Anspruch nehmen, wo man ohne Umwege direkt von A nach B fahren kann. Und zwar immer genau dann, wenn man es braucht: nicht nach Fahrplan. - Und schon wird mit diesem neuen Individualverkehr viel mehr Kraftstoff verbraucht, als im ÖV, wo teilweise hunderte oder tausende von einem Triebwagen bewegt werden.
4. optimierte Landwirtschaft. Der Energieverbrauch der Landwirtschaft ist entsprechend ihrem geringen Anteil an der gesamten Wirschaftsleistung minimal. Und nur 5% der vom Bauern verbrauchte Energie ist Kraftstoff für seine Fahrzeuge und Maschinen. Wenn deren Wege dank 5G optimiert und automatisiert werden macht dies so gut wie gar nichts aus.
Es ist typisch für so eine Auftragsarbeit, dass unbedeutende Beispiele herausgegriffen und dann sogar noch falsch interpretiert werden.
Aber ganz frech ist es eben, ein Problemfeld wie die gesundheitliche Belastung gegen ein anderes Problemfeld (hier Klimaziele, CO2-Minderung) auszuspielen. Und dann noch unehrlich: denn unter Berücksichtigung unserer Alternative Glasfaserausbau, würde der Strombedarf auf 10% fallen.
So rechtfertigten die gleichen Autoren Roland Hischier und Lorenz Hilty, die auch Verfasser der "Uni-Studie" sind auf S. 7 der anliegenden Broschüre die Quecksilberbelastung durch Energiesparlampen mit der tollen Energieeinsparung. Dabei wird unreflektiert eine Energieeinsparung als Erfolg für die Umwelt behauptet, unabhängig davon, wie der Strom hier in der Schweiz produziert wird. Allein durch die Nutzung aller Wasserkraft-Ressourcen könnte die Schweiz sich ohne Verbrauch von Brennstoffen oder anderer Umweltbelastung mit Strom versorgen. Das kostet natürlich ein wenig Investition in Kleinkraftwerke, Turbinen, kommt aber langfristig günstiger.
Deshalb nenne ich diese "Wissenschaftler" Maulhuren, weil sie ihr Wissen nicht zum Nutzen der Menschen einsetzen und Lösungen verfolgen, wo alle von profitieren können, sondern sich von Industrieinteressen leiten lassen, um verbrecherische Strategien zu rechtfertigen: mit Argumenten, die an den Haaren herbei gezogen werden und leicht duchschaut werden können, wenn man nur ihr wissenschaftliche Kauderwelsch zur Verschleierung ihrer Behauptungen durchblickt.
Also: Nicht ins Bockshorn jagen lassen.
Peinlich die links-grünen Politiker, die sich in der Einleitung der Broschüre als Propaganda-Schwätzer zur Verfügung stellen und ihre behaupteten Umwelt-Interessen verraten.
Gruss
Andreas Groß, Morgarten
Andreas M. B. Groß, Dipl.-Ing. IT, BAKOM-Funkprüfung, Therapeut, Schriftsteller
Morgarten/ZG - Präsident 5GFrei.ch - Verleger